• Aktuelle Studie: Ergotherapie bei Demenz erfolgreich!

    Berlin, 15.08.2013

    Wissenschaftler haben sich intensiv mit der Wirkung von ergotherapeutischen Methoden bei Demenz auseinandergesetzt.

    Ergotherapie sei bei moderater bis schwerer Demenz als probates Mittel zu werten. Diese Erkenntnis wurde kürzlich in einem vom Deutschen Institut für medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) publizierten HTA-Bericht schriftlich zusammengefasst.

    HTA steht für Health Technology Assessment – eine wissenschaftliche Bewertung gesundheitsrelevanter Verfahren und Technologien des DIMDI. Diese Plattform veröffentlicht Klassifikationen zu Kodierungen rund um therapeutische Verfahren und Diagnosen. So wird beispielsweise die Wirksamkeit von gesundheitlichen Interventionen untersucht oder Maßnahmen wie Impfungen oder Vorsorgemaßnahmen bewertet.

    Die Bewertung ergotherapeutischer Maßnahmen bei Demenz erfolgte auf der Basis einer systematischen Literaturrecherche. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass Ergotherapie eine positive Wirkung auf die verschiedenen Lebensbereiche der Patienten ausübt.

    Als Maßnahmen wurden unter anderem die sensorische und kognitive Stimulation bewertet. Hier konnten die Sinne mit Musik oder Licht angeregt werden. Alltagsaktivitäten förderten das Sozialverhalten. Das Trainieren geistiger Funktionen, wie das Gedächtnis oder die Konzentrationsfähigkeit, verzögerte bei leichter bis mittelschwerer Demenz den Krankheitsverlauf deutlich. Funktions- und Fertigkeitstraining hat in der Kombination mit weiteren Verfahren den Gesundheitszustand sowie die Lebensqualität verbessern können. Lediglich bei einer schweren Demenz konnte die Wirksamkeit ergotherapeutischer Maßnahmen nicht beobachtet werden.

    Neben der Patientenbehandlung stand auch die Angehörigenberatung im Fokus. Betreuende Familienmitglieder wurden dadurch entlastet – die daraus resultierende Steigerung der Lebensqualität wirkte sich positiv auf den Therapieerfolg aus.

    Ein weiteres Plus: Ergotherapie ist kostengünstig. Weitere Kosten durch pflegerische oder ärztliche Betreuung konnten demnach verringert werden. Betroffene Patienten blieben länger „fit“, sodass sogar eine Einweisung in ein Heim bis zu anderthalb Jahre hinausgezögert werden konnte.

    Quelle: physio.de

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