• Reha lohnt noch nach Jahren – Studie wirft ein Licht auf die Plastizität des Gehirns

    PROVIDENCE (ars). Bisher galt eine Rehabilitation hauptsächlich in den ersten sechs Monaten nach einem Schlaganfall als aussichtsreich. Doch jetzt ist belegt: Selbst noch Jahre später bessern sich motorische Defizite durch eine intensive und regelmäßige neurophysiologische Therapie. Beste Erfolge werden z.B. durch die Anwendung des Bobath-Konzeptes erreicht.

    Dieses Ergebnis einer US-Studie wirft zugleich ein Schlaglicht auf die enorme Fähigkeit des Gehirns, geschädigte Nervenverbindungen zu reparieren. Folglich ist therapeutischer Nihilismus sogar noch lange nach einem Schlaganfall fehl am Platze.

    Bei den 127 Patienten der Studie lag der Schlaganfall durchschnittlich knapp fünf Jahre zurück, bei einem sogar 24 Jahre. Die Forscher aus Providence hatten die Teilnehmer, die nach einem Schlaganfall vor mindestens sechs Monaten mittlere bis schwere Behinderungen am Arm zurückbehalten hatten, über einen Zeitraum von mehreren Monaten begleitet.

    Bei der Auswertung nach zwölf Wochen und nach 36 Wochen zeigten sich die besten Erfolge mit einer regelmäßigen neurophysiologischen Physio-, und Ergotherapie. Gemessen wurde das mit dem Fugl-Meyer-Test, der für hemiparetische Patienten gedacht ist.

    Auch mit der Stroke Impact Scale, in der die Patienten Alltagsfähigkeiten und Lebensqualität bewerten, brachte die Spät-Reha noch erhebliche Erfolge.

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