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Ergotherapie bei Kindern und Jugendlichen

Behandelt werden Kinder und Jugendliche mit:

  • ADS / ADHS
  • Schulprobleme
  • Konzentrationsstörungen
  • Verhaltensstörungen in Form von übermäßiger Angst, Aggression, Abwehr, Passivität  oder Hyperaktivität
  • Störungen des Sozialverhaltens
  • Störungen der Wahrnehmung
  • körperlichen, geistigen und seelischen Entwicklungsrückständen
  • körperlichen und gesitigen Behinderungen
  • Störungen der Aufnahme und Verarbeitung von Sinnesreizen

Häufig sind Affälligkeiten wie z.B. Konzentrationsstörungen, Schulprobleme oder Verhaltensstörungen Folgeerscheinungen dessen Ursachen unterschiedliche Gründe haben können. U.a. können dies erhöhter Leistungsdruck, eine Wahrnehmungsstörung, emotionale Verunsicherung oder auch eine allgemeine Über- oder Unterforderung sein.

Oft liegen die Ursachen für die genannten Probleme nicht in erster Linie bzw. nicht nur bei den Kindern!

Wir gehen mit den Eltern diesen Usachen auf den Grund und erarbeiten für jedes Kind ein individuelles Behandlungskonzept. Dies beinhaltet häufig ein "Elterntraining" in dem die Eltern in erster Linie lernen das Verhalten ihrer Kinder besser zu verstehen und ihr eigenes Verhalten entsprechend anzupassen.

 

Hier nun weitere Informationen  

  1. Was sind Wahrnehmungsstörungen?
  2. Wie zeigen sich Wahrnehmungsstörungen und zu welchen Problematiken können sie führen?
  3. Wodurch können Wahrnehmungsstörungen entstehen?
  4. Was können wir für Ihr Kind, Sie als Eltern, ErzieherInnen, PädagogenInnen, etc. tun?
  5. Nach welchen Behandlungsgrundlagen arbeiten wir?
  6. Wie stelle ich fest, daß mein Kind unter einer Wahrnehmungsstörung "leidet"?
  7. Was passiert hier?
  8. Wie lange dauert eine ergotherapeutische Behandlung?


Was sind Wahrnehmungsstörungen?

Störungen im Bereich der Eigenwahrnehmung (= propriozeptiv), des Gleichgewichts (= vestibulär), der Oberflächenwahrnehmung (=taktil), des Sehens (= visuell) oder des Hörens (= auditiv) Die Problematik liegt in der Reizaufnahme, -weiterleitung, - Ordnung , -Filterung/Selektion, - Hemmung oder der Reaktion darauf.

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Wie zeigen sich Wahrnehmungsstörungen und zu welchen Problematiken können sie führen?

Bei jedem Menschen zeigen sich die Problematiken auf individuelle Weise. Hier einige Auffälligkeiten welche ein Anzeichen für eine Wahrnehmungsstörung seien können:

  • Verhaltensauffälligkeit
    z.B. starke Abwehrreaktionen, Aggressivität, Kontaktschwierigkeiten, "Hyperaktivität"
  • Antriebsarmut, Verweigerung...
  • Konzentrationsstörungen
  • Störung der Aufmerksamkeit
  • Störung der Grobmotorik (= Bewegungsstörung)
    z.B. Mangel im motorischen Planen, Unsicherheit, häufiges hinfallen,
  • stolpern, anrempeln, mangelnde Gefahreneinschätzung, Waghalsigkeit...
  • Koordinationsstörungen
  • Störung der Feinmotorik
  • Entwicklungsverzögerung /-retardierung
  • Sprachentwicklungsverzögerung / Sprach- und Sprechproblematik
  • Eß- und Trinkstörung
  • Lernschwierigkeiten / Teilleistungsschwäche
  • visuelle und auditive Probleme
  • emotionale Reifestörung
  • Stereotypien
  • Lateralitätsproblematik / Rechts-Links-Unsicherheit
  • mangelnde Händigkeitsentwicklung
  • Anpassungsprobleme / Erziehungsproblematik
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Wodurch können Wahrnehmungsstörungen entstehen?

  • Schwangerschaftskomplikationen z.B. seelische/psychische Belastungen, physische Belastungen, Medikamente, Alkohol, Nikotin...
  • Erberkrankungen = genetische Fehlanlagen z.B. Morbus Down, Angelman Syndrom
  • Geburtskomplikationen, Sauerstoffmangel
  • Hyperkinetisches Syndrom
  • Schädel-Hirn-Traumata
  • Tumore
  • Anfallsleiden
  • chron. Erkrankungen
  • häufige Erkrankungen der Atemwege, Ohren
  • körperliche Behinderungen z.B. Cerebralparesen
  • geistige Behinderungen
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Was können wir für Ihr Kind, Sie als Eltern, ErzieherInnen, PädagogenInnen, etc. tun?

  • Wahrnehmungsförderung
  • Verhaltenstraining
  • Entwicklungsförderung
  • Hilfen im Alltag (zu hause, im Kindergarten, in der Schule)
  • ELTERNBERATUNG / ELTERNTRAINING
  • Zusammenarbeit/Kooperation mit anderen Berufsgruppen z.B. Ärzten, Logopäden, Physiotherapeuten, Kindergarten und Schule
  • Beratung bei der Hilfsmittelversorgung
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Nach welchen Behandlungsgrundlagen arbeiten wir?

  • Verhaltenstherapie (THOP)
  • Marburger Konzentrationstraining
  • Bobath
  • Affolter
  • M. Frostig
  • Psychomotorik
  • Sensorische Integrationstherapie = SI-Therapie
  • Entspannungsmöglichkeiten
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Wie stelle ich fest, daß mein Kind unter einer Wahrnehmungsstörung "leidet"?

Sie beobachten Ihr Kind sehr genau und versuchen möglichst objektiv zu überlegen wo es Probleme/Schwierigkeiten hat. Sie, als Eltern, spüren meistens zuerst das mit ihrem Kind etwas nicht "stimmt" - nehmen Sie diese Anzeichen ernst!

Sehen Sie die Probleme alleine so? Oder Verwandte, Bekannte, Erzieher, Lehrer auch?

Besprechen Sie dieses mit Ihrem Kinderarzt und fragen Sie nach einem Rezept über Ergotherapie. Alleine Ihr Arzt ist berechtigt eine ergotherapeutische Behandlung zu verordnen, die dann von der Krankenkasse in der Regel bezahlt wird. Es gibt aber auch die Möglichkeit dieses privat zu bezahlen.

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Was passiert hier?

Zuerst werden wir eine ausführliche Anamnese (= Vorgeschichte) im Rahmen eines Erstgespräches mit Ihnen machen. Dann benötigen wir ca. 4-6 Einheiten um Ihr Kind in verschiedenen Situationen zu beobachten, evt. auch Tests durchzuführen, um ein genaues Bild zu bekommen. Die Ergebnisse aus Anamnese, Beobachtung, Tests erörtern wir in einem Elterngespräch. Hier wird dann über die Notwendigkeit oder nicht-Notwendigkeit einer ergotherapeutischen Behandlung beraten und Tips sowie Fachliteratur für zu hause mitgegeben.
Sollte eine ergotherapeutische Behandlung notwendig sein, entwickeln wir für das Kind eine individuelle Behandlungsmethode. Hierzu greifen wir auf unterschiedliche Behandlungskonzepte (u.a. Verhaltenstherapie, Psychomotorik, Bobath, Sensorische Integration) zurück. Ein wesentlicher Bestandteil jeder Behandlung ist die intensive Zusammenarbeit zwischen Therapeuten und Eltern.

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Wie lange dauert eine ergotherapeutische Behandlung?

In der Regel muß bei eine Wahrnehmungsstörung, je nach Ausprägung der Störung mit einer längeren Behandlungszeit gerechnet werden (ca. 40 Behandlungseinheiten). Hierbei sind immer die individuelle Problematik, die Möglichkeiten des  Kindes sich auf die Therapie einzulassen und äußere Umstände (z.B. die Kooperationsbereitschaft der Eltern) ausschlaggebende Faktoren. Diese können die Behandlungszeit verkürzen oder auch verlängern. 

Bei neurologischen Erkrankungen, Syndrom-Kindern oder geistigen Behinderungen Kann die Dauer der ergotherapeutische Behandlung nicht festgelegt werden.